Maison Greiveldinger – der verlassene Bauernhof in Luxemburg

In einem kleinen Dorf in Luxemburg gelegen befindet sich, seit vielen Jahrzehnten Maison Greiveldinger in einem Dornröschenschlaf. Bei Maison Greiveldinger handelt es sich um einen ehemaligen Bauernhof, erbaut um 1900. Bei unserem Besuch dieser Location nahmen wir aufgrund der gefundenen Zeitung an, dass der Bauernhof seit 1975 verlassen ist. Wie wir später aber bei der Recherche zur Geschichte vom Lost Place herausgefunden haben, ist der Bauernhof seit 1992 verlassen. Aufgegeben wurde der Bauernhof nach dem Tod des Bauerns, der Hof stand dann noch für einige Jahre zum Verkauf, doch es fand sich kein Käufer für den Bauernhof. Mittlerweile kann man die Gebäude nur noch abreißen.

Als wir von außen vor dem Hof parkten sahen die Gebäude sehr heruntergekommen aus. Der Zahn der Zeit nagte an den Gebäuden, aber auch das Grundstück war nach all den Jahrzehnten zugewuchert. Von außen war es also deutlich zu sehen: vor uns liegt ein Lost Place.

Maison Greiveldinger in Luxemburg - verlassener Bauernhof seit 1992

Das Grundstück besteht aus drei Gebäuden, in dem Hauptgebäude befand sich eine Scheune, wo sich fünf Oldtimer befanden, vermutlich aus dem Jahr 1960/1970. Direkt neben der Scheune war der Wohnbereich und auch hier erlebten wir eine große Überraschung, der Bauernhof ist seit 1992 verlassen, doch der Wohnbereich war noch eingerichtet. Hier überraschte uns Maison Greiveldinger mit einem wunderschönen natürlichen Verfall.

In der unteren Etage befand sich das Wohnzimmer, die Essecke und die Küche. In der oberen Etage war das Bad und die Schlafzimmer. Doch gerade die Schlafzimmer waren schon sehr in Mitleidenschaft gezogen, hier zeigte sich, dass das Gebäude nach all den Jahren schon sehr gelitten hat und nun schon einsturzgefährdet sind.

Verlassenes Flugzeug in Gillys (Charleroi / Belgien) abgebrannt

Das verlassene Flugzeug in Gillys (Charleroi / Belgien) ist am Dienstagabend abgebrannt. 20 Jahre stand das Flugzeug in Gilly und wurde mit der direkten Lage an einer viel befahrenen Ringstraße zu einem Symbol der Stadt.

Früher war das Flugzeug in Gilly ein Restaurant, vom Flugzeug hatte man einen tollen Blick auf die Ringstraße Basse Sambre. 2019 wurde das Flugzeug verkauft. Das Flugzeuge sollte abtransportiert werden, aber dieser Transport fand nie statt.

Die Ursache des Feuers ist unklar, bei unserem Besuch vor einigen Monaten (Video dazu weiter unten), war das Flugzeug verschlossen, doch laut einigen Berichten soll sich dies vor einigen Wochen geändert haben. Beim Brand wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt, das Flugzeug brach in sich zusammen.

Die örtliche Polizei von Charleroi entsandte ein Dutzend Polizisten, um den Zugang zum Gelände und zur Umgebung zu blockieren. Der Brand des Airbus A310 lockte viele Schaulustige an, die den Brand mit ihren Handys filmten oder fotografierten.

https://www.youtube.com/watch?v=cSyPUKq8OdA

Verlassene Flugzeuge – ein Lost Place Highlight

Wann hat man schon einmal die Möglichkeit verlassen Flugzeuge zu besichtigen? Nun gut in einem Museum. Doch beim Urban Exploration ist dies eher ein Glücksfund. Daher konnten wir es uns nicht nehmen lassen, gleich zwei verlassene Flugzeuge zu besichtigen.

Unser Besuch fand im Jahr 2019 statt, wir waren in Italien unterwegs. Eine Autostunde südwestlich von Venedig befindet sich die Gemeinde Villamarzana. Genau dort stehen zwei verlassene Flugzeuge und sogar noch ein verlassener Hubschrauber.

Verlassene Flugzeuge - Lost Places

Die beiden Flugzeuge und auch der Hubschrauber waren früher Bestandteil einer ganz besonderen Location. vor vielen Jahren war der Ort ein Restaurant. Der Eigentümer wollte den Menschen die Möglichkeit geben ein Flugzeug zu betreten, dies ist für viele Menschen mit Flugangst undenkbar, doch statt mit dem Flugzeug von Ort zu Ort zu reisen, konnte man gemütlich im Flugzeug sitzen und essen.

Verlassenes Flugzeug in Italien

Verlassene Flugzeuge waren früher ein Restaurant

Das Restaurant erinnerte von außen an einem kleinen Flughafen, so gab es auch einen keinen Tower für die die beiden ausgemusterten Douglas DC-6 und Tupolev TU-134 A.

Das Restaurant musste im Jahr 2014 schließen, da es Rechtsstreitigkeiten mit der Regierung gab. Der Ort blieb verlassen zurück und ist mittlerweile ein Lost Place, der viele Schaulustige anlockt. Das Gelände ist freizugänglich.

Ungefährlich ist das Ganze jedoch nicht, denn die Flugzeuge sind mit einem Alarmsystem gesichert. Die Bewegungen im Inneren werden direkt an eine Sicherheitsfirma übermittelt. Und so überraschte uns dann ein Mann von der Sicherheitsfirma. Kurze Zeit später waren dann auch zwei Polizisten vor Ort, die unsere Personalien aufnahmen. Die ganze Sache blieb ohne Konsequenzen, vermutlich weil wir Touristen waren.

Das Video zu diesem Lost Place kannst Du Dir hier ansehen.

Ghost Bus Tunnel in Belgien

Der Ghost Bus Tunnel in Belgien war jahrelang ein sehr beliebtes Ziel für Urbexer aus ganz Europa. Man könnte sicherlich sagen das der Ghost Bus Tunnel zu den beliebtesten Lost Places in Belgien zählte, mittlerweile ist dieser Lost Place leider nicht mehr existent.

Als wir damals den Ghost Bus Tunnel besuchten, waren wir sehr gespannt. Wir hatten schon einige Videos und Bilder von der Location gesehen, doch sowas mal selbst zu sehen, das ist schon was anderes. Zuvor hatten wir noch keinen verlassenen Ort besucht, wo so viele verlassene Busse und Straßenbahnen einfach so zurückgelassen wurden.

Lost Places in Belgien - der Ghost Bus Tunnel

Der Tunnel sollte ursprünglich zu einer Metro Linie gehören, doch nach dem Bau und der Fertigstellung des rund 750 Meter langen Tunnels wurde das Projekt aufgegeben.

Bei unserem damaligen Besuch hatten wir Glück, die Tür stand offen und so konnten wir uns alles in Ruhe anschauen. Alleine waren wir dort aber nicht, wie wir nach kurzer Zeit feststellen mussten, es war ja auch irgendwie klar, dass noch andere Urbexer sich den Ghost Bus Tunnel anschauen. Zur damaligen Zeit war die Location sehr beliebt.

Die Fahrzeuge die dort im Tunnel standen waren alle sehr alt, es gab dort eine Straßenbahn, die vermutlich das älteste Schätzchen dort war (Anfang 1910). Eigentlich war alles dort unten ein Fall für ein Museum und genau dorthin sollten wohl einige Fahrzeuge. Der Tunnel wurde nämlich dazu genutzt, um die Ausstellungsstücke für eine Restaurierung zwischenzulagern.

Einer der beliebtesten Lost Places in Belgien

Die Popularität des Tunnels durch die vielen Bussen und Straßenbahnen lockte jedoch nicht nur Urbexer an. Die Fahrzeuge wurden immer wieder Ziele für Vandalismus. Eingeschlagene Scheiben und Graffitis waren überall zu finden. Ende Oktober 2019 kam es im Tunnel zu einem Großbrand, dass was die Vandalen nicht alles schon zerstört hatten, wurde nun vom Feuer gänzlich vernichtet.

Ein trauriges Ende für die alten Fahrzeuge, in einem Museum wären die Fahrzeuge sicherlich ein Highlight gewesen.

Indiana Jones Mine in Belgien

Die Indiana Jones Mine in Belgien gehört sicherlich zu den interessantesten Lost Places für Urban Explorer. Als wir damals die ersten Fotos von der Mine sahen, wollten wir diese auch unbedingt besuchen. So begann unsere Recherche zu der Location.

Unsere Reise führte uns Mitten in der Nacht zu einem kleinen Ort, irgendwo in Belgien, wo sich der ehemalige Steinbruch befand. Eine genaue Beschreibung, wo genau der Eingang zur Mine sind befand hatten wir jedoch nicht und so begann die Suche nach einem Eingang.

Lost Place Belgien Indiana Jones

Wir suchten nach einem Eingang zur Mine, der Zugang zur Indiana Jones Mine war nicht gesichert, jedoch war das Ganze alles andere als ungefährlich und schon der Weg hinab in die Mine war nass und rutschig. In der Mine angekommen waren wir überwältigt von der Ausmaßen, noch nie zuvor hatten wir unterirdisch so etwas großes besucht. Der Haupthohlraum hat mit einer Länge von 500 Metern und einer Breite von 150 Metern wirklich eine beeindruckende Dimension.

Indina Jones Mine in Belgien – ein ganz besonderer Lost Place

Überall lagen Steine, wohin man schaute waren Hügel und die Überreste vom ehemaligen Schienensystem. Wir folgten den Schienen und entdeckten verlassene Loren. Es war für uns einfach erstaunlich, zumal man bedenken muss, dass diese Loren dort schon Jahrzehnte vor sich her verrosten.

Indiana Jones Mine in Belgien

Zur Geschichte der Indiana Jones Mine in Belgien

In diesem ehemaligen Steinbruch hat man früher Sandstein gewonnen. Die ersten Arbeiten dazu begannen bereits im 19. Jahrhundert. Die Arbeiten erfolgten direkt an der Oberfläche. Nach dem ersten Weltkrieg begannen die ersten unterirdischen Abbauarbeiten, so ging es für rund 20 Arbeiter unter die Erde.

Unter Tage wurden die Sandsteine nicht nur abgebaut, sondern auch direkt zu Pflastersteinen verarbeitet. Schneidemaschinen und Häcksler standen den Arbeitern dort direkt zur Verfügung. Ca. 160 Pflastersteine produzierte jeder Arbeiter pro Tag, eine Hohe Anzahl und eine gute Qualität waren wichtig, denn damals waren das die Kriterien für die Bezahlung der Arbeitskräfte.

Mitte der 1960er Jahre wurden die Arbeiten im Steinbruch eingestellt. Das Betreten der Indiana Jones Mine ist lebensgefährlich, da jederzeit Steine von der Decke stürzen können.

Airbase Željava – die verlassene Flugzeugkaverne in Kroatien

Objekat 505, im Osten Kroatiens an der Grenze zu Bosnien gelegen, war offiziell der größte U-Bahn-Flughafen auf dem Balkan. Der Hauptzweck des Objekat 505 bestand darin, ein Langstreckenradar-Frühwarnsystem, ähnlich wie NORAD, unterzubringen und eine strategische Kommandozentrale für die Verteidigung des Landes bereitzustellen.

Der Bau der Basis wurde zwischen 1957 und 1965 unter strengster Geheimhaltung durchgeführt, und die Baukosten betrugen sechs Milliarden Dollar, dreimal mehr als die jährlichen Militärbudgets der beiden größten Nachfolgestaaten Jugoslawiens, Serbien und Kroatien. Der geheime Luftwaffenstützpunkt befand sich im Zentrum eines dichten, weitläufigen Netzwerks militärischer Einrichtungen mit fünf zusätzlichen Flugplätzen in der Nähe sowie zahlreichen Außenposten für Radar und Luftverteidigung.

Željava Flugzeugkaverne
Einer der Eingänge zur Željava Flugzeugkaverne

Die resultierende Basis war ein Militärwunder, ein unterirdischer Flughafen mit vier Ausgängen, von denen jeder Jets starten konnte. Die Basis beherbergte zwei volle Jägerstaffeln. Die Basis wurde entworfen, um einen direkten Treffer durch einen 20-Kilotonnen-Atomsprengkopf zu überstehen, der der Nagasaki-Bombe entspricht, zudem konnte die Airbase Željava hermetisch versiegelt werden. Die Basis könnte auch bis zu 1.000 Personen aufnehmen und Proviant für bis zu 30 Tage lagern. Objekat 505 hatte auch Zugang zu einer unterirdischen Wasserversorgung und einem Stromgenerator. Der Brennstoff für den Generator wurde durch tiefe Rohre aus einem unterirdischen Lager in der Nähe der Stadt Bihać in die Basis gefördert.

Željava Airbase
Innerhalb der Flugzeugkaverne gibt es viele Tunnel

Die Željava Airbase sollte das Land vor der ausländischen Aggression schützen. Leider hatten man damals die Möglichkeit eines Bürgerkriegs nicht berücksichtigt. Am 25. Oktober 1991, am Vorabend des Krieges, wurde Rudolf Perešin, einer der in der Basis stationierten Kampfpiloten, ein ethnischer Kroate, der nicht kämpfen wollte, über den vierten Ausgang aus der Basis entlassen. Er war auch nicht der einzige; Nicht allzu lange danach war Daniel Borović ebenfalls mit seinem Jet übergelaufen, obwohl er es geschafft hatte, am Flughafen Zagreb zu landen (Perešin musste nach Klagenfurt in Österreich umleiten). Obwohl sie nicht von der Basis selbst abreisten, waren auch zwei andere Piloten – Ivan Selak und Ivica Ivandić – dort stationiert, wurden aber nach der Zerstörung von Željava nach Užice in Serbien versetzt.

Ein Tunnel der Flugzeugkaverne in Kroatien.
Die Sicht innerhalb der Tunnel wird durch Nebel erschwert

Während ihres Rückzugs aus dieser Region Kroatiens beschloss die jugoslawische Nationalarmee, die Funktionalität des Luftwaffenstützpunkts zu zerstören, um dessen Nutzung durch eine der Konfliktparteien zu vermeiden. Sie taten dies, indem sie eingebaute Sprengladungen auslösten. Ein Jahr später wurde der Abriss der Basis vom Militär der damaligen Republik Serbien Krajina abgeschlossen und weitere 56 Tonnen Sprengstoff wurden zur Detonation gebracht. Die Explosion war so heftig, dass sie in Bihać spürbar war.

Heute liegt der verlassene Luftwaffenstützpunkt an der Grenze zwischen Kroatien und der Bosnischen Föderation, wobei die Linie die Länder durch die Mitte des Grundstücks teilt. Aufgrund der großen Anzahl nicht explodierter Landminen und anderer Munition ist bei der Annäherung an diesen Standort äußerste Vorsicht geboten. Die Polizei der Bosnischen Föderation nutzt den Bereich des Luftwaffenstützpunkts, um ihren K9-Kern in der Sprengstoffgewinnung zu trainieren.

Die Hotelruinen von Kupari

Direkt an der kroatischen Adria Küste gelegen befindet sich in Kupari ein riesen großer Lost Place. Wir sind auf Entdeckungsreise gegangen und haben uns diesen Lost Place einmal genauer angeschaut.

Nur einen Steinwurf von der belebten Straße entfernt, die jedes Jahr Millionen von Touristen vom Flughafen Dubrovnik in die Stadt Dubrovnik bringt, befindet sich ein kleines Küstendorf, das noch immer die Narben der dunkleren Zeiten in der kroatischen Geschichte trägt. Bei dem Ort handelt es sich um Kupari, dies war einmal ein ehemaliges Militärresort, das für die Elite der damaligen jugoslawischen Armee gebaut wurde. In seiner Blütezeit machten in dem Resort im Stadtteil Zupa Tausenden und Abertausenden Offiziere und deren Familien Urlaub. Diese berauschenden Zeiten sind lange vorbei, denn das Resort ist mittlerweile in Trümmern.

Lost Place direkt an der Adria Küste

Darüber hinaus Kupari war einer der Pioniere der Tourismusbranche in Dubrovnik. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde das Grand Hotel von einem tschechischen Investor gebaut. Das Hotel war vom Namen her großartig und von Natur aus großartig. Es war der Höhepunkt der Eleganz. Um dieses Herzstück wurden vier weitere Hotels in den 1960er Jahren hinzugefügt, die weniger attraktiv und funktionaler sind.

Lost Place Kurpari in Kroatien
Dieses Hotel war einst das größte an der kroatischen Adria Küste

Vor allem durch die Lage des Resort mit seinem langen Sandstrand und der wunderbaren Natur war ab den 1960er Jahren ein beliebtes Urlaubsziel, als jedoch im Jahr 1991 der Krieg in Kroatien ausbrach wendete sich das Blatt. Denn die jugoslawische Armee bombardierte ihren ehemaligen Urlaubsort. In den frühen neunziger Jahren, als die jugoslawische Armee das Resort verließ, war dies fast nicht wiederzuerkennen. Fast alle Wertsachen der fünf Hotels wurden geplündert, es wurden Phosphorbomben eingesetzt, um die Hotels Stockwerk für Stockwerk systematisch zu verbrennen.

Ein Blick auf den XXL Lost Place
Ein Blick auf zwei der verlassenen Hotel Anlagen.

Als sich die kroatische Armee 1998 im Resort niederließ, übernachteten sie in drei der Hotels. Im Jahr 2001 verließen sie die Hotels und der Prozess der Privatisierung des Resorts begann. 

Indessen hat die Natur begonnen, die fünf Hotels zurückzufordern. In höhlenartigen Hallen, in denen einst schicke Bälle stattfanden, wachsen jetzt Efeu und Unkraut. In ehemaligen Empfangsbereichen sind Bäume entstanden, und in den Loungebars leben jetzt streunende Katzen. 

Kupari Lost Place

Der Strand, der sich vor den ehemaligen Hotels erstreckt, hat die Menschen nach Kupari zurückgebracht. Die Betonblöcke schwimmen in der kristallklaren Meer mit einem Hintergrund aus Fassaden, die mit Splittern und Raketenlöchern übersät sind.

Die Hotelruinen von Kupari sind zu einer Touristenattraktion geworden. Jedoch bald könnte sich das ändern, denn schon bald sollen Bulldozer und Bagger einziehen, die die Überreste des Resorts dem Erdboden gleich machen werden. Übrig bleibt lediglich das Grand Hotel, dass es von historischen Interesse ist.