Kurhaus Sand

Das Kurhaus Sand ist eines von vielen Lost Places auf der Schwarzwaldhochstraße. Die goldenen Zeiten sind sind entlang der Straße schon lange vorbei und daran erinnert auch das ehemalige Hotel Sand.

Im Sommer 2020 waren wir im Schwarzwald unterwegs und besuchten dort einen ganz besonderen Lost Place, schon viel hatten wir von dem Kurhaus Sand gehört, nun wollten wir uns ein eigenes Bild machen. Wir fuhren zur Schwarzwaldhochstraße, dort direkt an der Straße gelegen befindet sich das Kurhaus Sand. Von außen hat das Gebäude noch heute einen ganz besonderen Charm, der die glorreichen Zeiten von früher erahnen lässt.

Wir parkten direkt vor dem Hotel, wo früher die Hotel Gäste eincheckten weißt nun ein Zettel auf eine Handynummer hin, der direkte Kontakt zu einem älteren Herrn, der eine legale Besichtigung ermöglicht. Wir wählten die Nummer und vereinbarten einen Termin, der zu unserem erstaunen sofort möglich war, denn der alte Herr hielt sich direkt neben dem Lost Place auf. Nach einen kurzen Smalltalk wurde die Besichtigungsgebühr für uns festgelegt, diese war etwas höher, als wir noch von anderen gehört hatten, wir vermuten das lag höchstwahrscheinlich an der Tatsache, dass wir YouTuber sind.

Erbaut wird das Kurhaus im Jahr 1874 zunächst als eine einfache Hütte, für Waldarbeiter und Fuhrpersonal, damals gab es lediglich einen Schankraum und eine Küche. Übernachtungsmöglichkeiten gab es zu dieser Zeit nur im Stall.

Lost Place Kurhotel Sand im Schwarzwald

Nachdem die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten stieg, wurde so die einstige Hütte zu einem Kurhaus erweitert. Feierlich wurde diese im Jahr 1891 vom Großherzog Friedrich von Baden eingeweiht. Viele Prominente residierten im Kurhaus Sand u.a. auch Österreichs Kaiserin Sissi mit Erzherzogin Valerie.

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Versuche mehr aktive Sätze zu benutzen

Der erste Weltkrieg beendete den Besuchersturm zur Schwarzwaldhochstraße und somit zum Kurhaus Sand. Der Eigentümer verkaufte das Hotel nach dem Krieg, die Besitzer des Hotels wechselten fortan mehrmals.

Lost Place Hotel Sand

Das Hotel erlebt kurz vor dem 2. Weltkrieg nochmal einen Aufwind, der auch nach dem Krieg anhält. Die Erfolgsgeschichte des Hotels endet 1994. denn danach konnte das Hotel nur noch für geschlossene Gesellschaften gebucht werden. 2005 wurde der Betrieb eingestellt.

Falls Du diese Location besichtigen möchtest:

Das Kurhaus Sand kann legal gegen eine kleine Gebühr pro Person besichtigt werden, indem man am Eingang des Hotel sich bei der entsprechenden Handynummer meldet.

11 Kommentare zu „Kurhaus Sand“

  1. Hallo, ich habe in diesem Hotel 1990 bis 1992 im Service gearbeitet. Die Kasse habe ich bedient und im Jägerzimmer wurden Busgesellschaften bedient. Der große Saal wurde schon damals nicht mehr genutzt, nur vom Peronal für Personalessen. In der Küche war mein damaliger Freund Koch. Es gab exclusive Speisen. In einem der Zimmer habe ich kurzzeitig gewohnt bis ein Peronalzimmer im dahinterliegenden Gebäude frei wurde. Ich wäre gern bei dem Durchgang dabei gwesen. Ja, es war ein exclusives Hotel. Ich wüßte auch gerne , was aus meinen Arbeitskollegen geworden ist. Viele liebe Erinnerungen sind wach gewurden. Liebe Grüße

  2. Hallo,
    ich habe 1965 im Hotel Kurhaus Sand meine Kochlehre begonnen.
    Das was ihr als Küche gesehen habt ist ein späterer Anbau und war ein Büro.
    Die wirkliche Küche war eine Etage tiefer, erheblich größer, Konditorei und kalte Küche im hinteren Raum. Forellenbecken Spülküche und Topfspüle Und der riesige Kochherd aus Stahl mit dem später eingebauten Ölbrenner.
    Bis auf die Bestuhlung ist das Jagdzimmer noch original. Die Originalbestuhlung war nobler.
    Viele Gegenstände die Ihr im gesamten Haus gezeigt habt sind Original.
    Es gab aber nur ein Klavier, das stand im großen Saal.
    Das Harmonium stand im Raucherzimmer.
    Das Sideboard mit Plattenspieler, Tv und Radio stand im Lesezimmer.
    Die von Euch bezeichneten Bowlenglas sind klassische kleine Weingläser „Römer“ „8tele“.
    Was ihr verpasst habt sind die Kellerräume unter dem großen Saal, der Heizungsraum mit Schwerkraftheizung und ganz oben der Speicher mit dem dazu gehörenden großen Wassertank.
    Dem Friseursalon auf der Nordseite des Gebäudes.
    Das Zimmer in dem ihr Sissi vermutet, war das Schlafzimmer von Ernst und Amanda Wiedemann.
    Das Bild mit dem jungen Mann an der wand ist ein Ernst Wiedemann in jungen Jahren.
    Die Bierstube „Schwarzwaldstüble“
    Die meisten Gegenstände die im Gebäude lagern wurden nach der Schließung eingebracht und haben mit dem Kurhaus / Hotel absolut nichts zu tun.

    Mit besten Grüßen
    Hans Herrmann

    1. Hi zusammen,
      ich fände es auch nicht verkehrt, wenn man hier die Tel.Nr. veröffentlichen könnte – sie ist ja offenbar nicht „geheim“. Außerdem wäre es schön, die „Gebühr“ zumindest in etwa zu benennen – diese Geheimniskrämerei im gesamten sog. „Lost Places“ Bereich ist schon ein wenig albern manchmal…
      Liebe Grüße, die Leo(poldine)

      1. Lost Places Discovery

        Uns ist die Handy Nummer leider nicht mehr bekannt. Die Gebühr die verlangt wird ist total unterschiedlich. Es gibt Leute, die mussten wohl nur einen 10er bezahlen, bei anderen wurde 70 verlangt. Es kommt wohl darauf an, ob man filmt oder fotografiert und vor allem „wie professionell“ die Ausrüstung ist. Wenn Du genaue Infos hast, kannst Du diese gerne uns mitteilen, wir ergänzen dann diesen Beitrag.

      2. Dominique Krueger

        Hallo,
        Wir waren gestern da. Ich kann dir folgende Infos dazu geben:
        Kosten: 10€ pro Stunde pro Person.
        Telefonnummer: 015737299902
        Leider sind inzwischen sehr viele Räume nur noch mit Möbel, alten Computern, Druckern und anderen Schrott zugestellt.
        Es lohnt sich aber trotzdem. Einige Zimmer wurden umgestaltet.
        Laut Aussage des „Hausmeisters“ wird jedes Jahr etwas am und im Haus gemacht. Wohl nicht immer zum Vorteil.
        Viel Spaß bei einem Besuch, wir haben echt tolle Bilder darin gemacht.

    2. Lieber Hans, ich bin Heike und drehe einen Film über Lost Places, ich interessiere mich sehr für das Kurhaus Sand und vor allem für dessen Geschichte. Können wir beide mal telefonieren? Das wäre toll. oder schreib mir eine mail: heike@gueldenpfennig.tv

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